Umweltfreundliche Mobilität

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Am 29. und 30. Juni waren wir im Südstadtgymnasium, um einen Beitrag zum Tag der Verkehrserziehung zu leisten.

Jeder Deutsche legt durchschnittlich 40 km pro Tag zurück. In 80 Jahren sind das 1,1 Millionen Kilometer – ca. drei Mal die Strecke bis zum Mond. Dabei wird fast die Hälfte aller Wege allein im Auto zurückgelegt. Bei so viel Fortbewegung hinterlassen wir große Spuren auf unserem blauen Planeten.
Viele unserer Verkehrsmittel benötigen direkt (z.B. Bus, Auto und Flugzeug)oder indirekt über den Strom (z.B. Bahn und Straßenbahn) fossile Brennstoffe. Diese sind großteilig für den steigenden CO2-Gehalt der Atmosphäre und den damit einhergehenden Klimawandel verantwortlich. Damit im Zusammenhang steht die Versauerung der Meere. Der CO2-Gehalt der Luft und der Weltmeere stehen im Gleichgewicht miteinander. Wird CO2 nun vom Meer aufgenommen, entsteht Säure, die den ph-Wert des Wassers senkt. Besonders kalkhaltige Lebewesen wie Korallen nehmen darunter Schaden. Die größten Auswirkungen auf das Klima pro Personenkilometer haben Flugzeug und Auto.
CO2 ist unsichtbar. Dafür sehen wir Stoffe wie Ruß, Schwefeldioxid, Staub und Quecksilber, die sich zum sogenannten Smog zusammenschließen. Motorenabgase und Kohlekraftwerke haben so in einigen Städten der Welt der Atemschutzmaske zum Modeaccessoire verholfen.
Während die Luftverschmutzung eher gesundheitliche Folgen mit sich bringt, wirkt Lärm auf der psychischen Ebene. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Erhöhtes Bluthochdruck- und Herzinfarktrisiko, Gehörschäden, Hörermüdung, Tinnitus und Konzentrationsstörungen können Auswirkungen einer dauerhaften Lärmbelastung z.B. durch Flugzeuge, Autobahnen oder Zugstreckennähe sein.
Klimawandel mag wohl den meisten sofort einfallen, wenn sie an die Einflüsse unserer Verkehrsmittel auf die Umwelt denken. Da Atommüll nur indirekt über die Stromerzeugung für elektrische Fortbewegungsmittel anfällt, wird er gern vergessen, ist jedoch nicht weniger bedeutsam.

Schließlich waren die Ideen der SchülerInnen gefragt: Was kann unsere Mobilität umweltfreundlicher gestalten? Effizienz, EE-Mobilität, Fahrrad und Fuß, weniger Flugreisen, Naherholung, Bahn und Bus statt Auto, Carsharing, Autos voll besetzen, Mitfahrgelenheiten nutzen, kürzere Wege – z.B. zum Arbeitsplatz, Telefon- oder Videokonferenzen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Biokraftstoffe oder Änderungen in der Städteplanung?

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