Kein Plastik-Meer!

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Vergangenen Samstag haben wir den Mühlgraben an der Klausbrücke aufgeräumt. In nur zwei Stunden haben wir so sechs 50-Liter Säcke Müll gesammelt! #Wellemachen

Plastikmüll ist ein globales Umweltproblem, das unsere Ozeane bedroht. Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr alleine von Land aus ins Meer – auch über die Flüsse. Plastikmüll verrottet nie. In den Meeren wird er von Sand und Steinen zerrieben. Die Sonne macht das Material brüchig. Am Ende ist das Plastik mikroskopisch klein, aber immer noch da. Meeressäuger und Fische schlucken die zum Teil giftigen Plastikteilchen. So kann das Plastik am Ende auch auf unserem Teller landen.

Deutschland ist Europameister im Plastikverbrauch

Zwar stammt ein Großteil des Plastiks in den Meeren aus Asien. Doch Deutschland kann sich ebenso wenig aus der Verantwortung ziehen. Denn die Deutschen verbrauchen mit Abstand das meiste Plastik in der Europäischen Union – ein Viertel der Gesamtmenge dort. Nach offiziellen Angaben landet lediglich ein Prozent auf Deponien, mehr als die Hälfte wird verbrannt, der Rest wird recycelt. Wer die Zahlen durchrechnet, kommt auf eine verdächtige Differenz zwischen Plastikmüll und Plastikverbrauch: Rund vier Millionen Tonnen, die in keiner Bilanz auftauchen. Diese Dunkelziffer landet allzu häufig im Lebensraum Meer.