Palmöl

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Schokolade, Shampoo und Kerzen – diese drei Produkte haben mit vielen anderen Lebensmitteln, Kosmetika, Reinigungsmitteln und Agrarsprit eines gemeinsam: Sie enthalten das Pflanzenfett der Ölpalme. Diese wird in riesigen Plantagen angebaut, für die seit 1950 allein in Indonesien eine Waldfläche gerodet wurde, die zweimal so groß ist wie Deutschland. Bedrohte Tierarten wie der Orang-Utan oder der Sumatratiger werden von den großflächigen Monokulturen verdrängt. Durch die Urwaldvernichtung wird mehr CO2 freigesetzt als in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Einen besonders großen Anteil daran hat die Rodung und Trockenlegung von Torfflächen, worin große Mengen Kohlenstoff gebunden sind. Neben den klimatischen und ökologischen Folgen ist die Palmölproduktion auch immer mehr Verursacher sozialer Probleme. Indigene Kulturen und Kleinbauern werden von den großen Konzernen vertrieben. Seit 2015 ist eine Kennzeichnung von Palmöl als Inhaltsstoff in der EU Pflicht. Das Siegel des RSPO (Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl) garantiert wegen schwacher Kriterien leider keine umweltverträgliche Produktion von Palmöl.

Tu was

  • Schau genau hin und kaufe keine Produkte, die Palmöl als Inhaltsstoff gelistet haben.
  • Eine Liste mit palmölfreien Alternativen findest du hier: http://www.umweltblick.de/