Fleisch

Medien

Weniger ist manchmal mehr. Das gilt zum Beispiel für den Fleischkonsum, nicht jedoch für den Regenwald. Dieser schrumpft in erschreckendem Maße aufgrund des enormen Flächenbedarfs, den die industrielle Fleischproduktion mit sich bringt. Für die Produktion von z.B. einem Kilogramms Rindfleisch wird die siebenfache Menge pflanzliche Nahrung wie Mais oder Soja benötigt. Ein Drittel des weltweit angebauten Getreides wird an Nutztiere verfüttert, während große Teile der Weltbevölkerung immer noch Hunger leiden. Große landwirtschaftliche Flächen könnten effektiver zur Welternährung beitragen, wenn statt Futtermittel dort direkt pflanzliche Lebensmittel angebaut würden. Eine fleischärmere Ernährung schont zudem das Klima, da gut ein Fünftel der globalen Treibhausgasemissionen aus der Tierhaltung und dem Futtermittelanbau stammen. Nicht nur das Klima leidet unter der industriellen Massentierhaltung: Das kurze Leben der auf Hochleistung gezüchteten Tiere, ist das Gegenteil der idyllischen Landwirtschaft, die auf vielen Verpackungen zu sehen ist. Weniger Fleisch schont nicht nur die Umwelt sondern auch die Gesundheit. Mehr als 1,2 Kilogramm Fleisch essen wir durchschnittlich pro Woche, empfohlen werden jedoch max. 300-600 Gramm. Dieser übermäßige Fleischkonsum begünstigt Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herz- Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten. Eine fleischarme oder fleischlose Ernährung bringt also viele Vorteile mit sich und kann vor allem auch sehr lecker sein.

Viele Infos zu nachhaltiger Ernährung findest du zum Beispiel auf www.nutrition-impacts.org

Siegel

Vegetarisch-Siegel

  • Kennzeichnet Produkte ohne Rohstoffe aus Tierkörpern, bspw. ohne Fleisch, Gelatine, Knochen und Schlachtfette
  • Keine gentechnisch veränderten Produkte
  • Umfasst vier Gruppen:
    • ovo-lakto-vegetarisch (mit Milch und Eiern)
    • ovo-vegetarisch (mit Eiern, ohne Milchprodukte)
    • lakto-vegetarisch (mit Milchprodukten, ohne Eier)
    • vegan (ohne jegliche tierische Produkte)
  • wurde von der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) entwickelt und in Deutschland vom Vegetarierbund (VEBU) nach Prüfung vergeben
  • es finden auch regelmäßig unangemeldete Kontrollen statt

Vegan-Siegel

  • in gekennzeichneten Produkten dürfen keine Tierbestandteile enthalten sein, auch keine Erzeugnisse von Tieren
  • der Produktionsprozess muss tierversuchsfrei sein
  • bei Lebensmitteln, Kosmetik, Putz- & Waschmitteln zu finden
  • wird von der Vegan Society England nach Prüfung vergeben
  • auch hier finden jährliche Kontrollen statt

--> andere Siegel haben unterschiedliche Anforderungen und keine einheitlichen Kriterien

Tu was

  • Iss weniger Fleisch
  • Kaufe Fleisch aus ökologischer Haltung direkt beim Metzger
  • Erkundige dich beim Metzger nach der Herkunft der Tiere und der Futtermittel

Mehr zum Thema Fleisch ...

... erfahrt ihr ausßerdem in unserer dritten Ausgabe der Radiosendung "Grün hinterm Ohr".