Power to Change

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Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters. Mit POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion wird das Jahrhundertprojekt Energiewende filmisch erlebbar. Wir haben den Film am 11.12.2017 nach Halle geholt und im Rahmen der Globale in Halle das Thema Energiewende sowohl aus globaler, europäischer als auch aus lokaler Perspektive disktuiert.

Power to Change - Die Energierebellion

Der Film stellt Auseinandersetzung um eine Energiewende dar, die von unten erfolgt – dezentral und regional. Er greift die persönlichen Geschichten von Menschen auf, die die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensgrundlage selbst in die Hand nehmen und verwebt dabei Personen und Schauplätze zu einem authentischen Zeitdokument. Ein Film, der einen Punkt hinter die Weltuntergangsszenarien und abgehobenen Diskussionen um die Machbarkeit der Energiewende setzt: Kurzweilig, spannend, faszinierend und ohne moralischen Zeigefinger. Trotzdem unversöhnlich da, wo Versöhnung nicht möglich ist.

Filmgespräch

Im Anschluss an den Film durften wir mit Christoph Rasch von Greenpeace Energy und Daniel Zwick, Leiter des Dienstleistungszentrums Klimaschutz der Stadt Halle, das Thema Energiewende diskutieren. An lokalen Lösungen für die Energiewende wurde der gerade im Bau befindliche Wärmespeicher des Gaskraftwerkes Dieselstraße genannt. Dieser flexibilisiert das Kraftwerk und passt es so gut in einen erneuerbaren Strommix ein. Kritisch wurde vor allem die hallesche Verkehrspolitik diskutiert, zum Beispiel die Forderung nach einem Vorrang des Umweltverbundes (also Fuß- und Radverkehr, sowie öffentliche Verkehrsmittel) vor dem motorisierten Individualverkehr. Christoph Rasch berichtete unter anderem vom Engagement von Greenpeace Energy gegen die Milliardensubventionen des geplanten Atomkraftwerkes Hinkleypoint C. Der europäische Gerichtshof wies die Klage nach zweieinhalb Jahresn Verhandlungen endgültig ab - aus formalen Gründen, nicht aus inhaltlichen. Und auch das Thema Energiespeicherung spielt bei Greenpeace Energy eine große Rolle: vielversprechend ist heir die Power-to-Gas-Technologie. Überflüssiger Strom z.B. aus Windkraft wird mittels Elektrolyse in Wasserstoff gespeichert, welcher bei Energiebedarf zurückgewonnen werden kann. In Haßfurt betreibt Greenpeace Energy seit 2016 eine solche Anlage.

Weiterführende Links

Globale in Halle
Dienstleistungszentrum Klimaschutz der Stadt Halle
Greenpeace Energy

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