Die Grenzen des Fleischkonsums

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Weniger ist manchmal mehr. Das gilt zum Beispiel für den Fleischkonsum, nicht jedoch für den Regenwald. Dieser schrumpft in erschreckendem Maße aufgrund des enormen Flächenbedarfs, den die industrielle Fleischproduktion mit sich bringt. Für die Produktion von z.B. einem Kilogramms Rindfleisch wird die siebenfache Menge pflanzliche Nahrung wie Mais oder Soja benötigt. Ein Drittel des weltweit angebauten Getreides wird an Nutztiere verfüttert, während große Teile der Weltbevölkerung immer noch Hunger leiden. Große landwirtschaftliche Flächen könnten effektiver zur Welternährung beitragen, wenn statt Futtermittel dort direkt pflanzliche Lebensmittel angebaut würden. Eine fleischärmere Ernährung schont zudem das Klima, da gut ein Fünftel der globalen Treibhausgasemissionen aus der Tierhaltung und dem Futtermittelanbau stammen. Weniger Fleisch schont nicht nur die Umwelt sondern auch die Gesundheit. Mehr als 1,2 Kilogramm Fleisch essen wir durchschnittlich pro Woche, empfohlen werden jedoch max. 300-600 Gramm. Dieser übermäßige Fleischkonsum begünstigt Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herz- Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten.

Die Themen der Sendung

Schließlich leiden nicht nur Mensch und Umwelt, sondern vor allem auch Tiere unter den Haltungsbedingungen der industriellen Landwirtschaft. Abgebissene Ohren, gekürzte Schnäbel, und Tiere, die vor lauter Körpermasse nicht mehr stehen können. Die Bedingungen in den Ställen der Massentierhaltungen sind in den letzten Jahren immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Aber was könnte verbessert werden und was würde das für den Fleischpreis bedeuten? Das beleuchtet der erste Beitrag im Magazin.

Tierhaltung und Fleischkonsum sind aktuell auch bei Greenpeace ein großes Thema. Deutschlandweit protestieren Aktivistinnen und Aktivisten zur Zeit vor Lidl-Filialen für bessere Nutztierhaltung. Vor zwei Wochen haben die Regenbogenkrieger auch dem Landwirtschaftsministerium in Berlin einen Besuch abgestattet und dort das Mahnmal für das unbekannte Schwein aufgestellt. Dazu waren wir mit Stephanie Toewe von Greenpeace Deutschland im Interview.

Wenn man sich ethisch korrekt und ökologisch konsequent ernähren möchte, liegt der Verzicht auf jegliche tierische Produkte nahe: vegane Gerichte findet man heute schon auf so mancher Speisekarte als solche gekennzeichnet. Restaurants in Halle, die wirklich NUR veganes Essen anbieten, kann man hingegen an einer Hand abzählen. Schon vielen bekannt ist das Vegs, ehemals LaKarott in der LuWu. Relativ neu ist das Superfood. Wir waren dort und durften dem Chefkoch über die Schulter schauen.

Die im Magazin empfohlenen veganen Bistros und die Biofleischerei findet ihr übrigens auch in unserem Konsumratgeber für Halle.

Termine aus der Sendung

Samstag, 24.06, 12 Uhr auf der Würfelwiese: Geburtstagspicknick „Vegan in Halle“

Mittwoch, 28.06., 18:15 Uhr in der Aula im Löwengebäude am Uniplatz: Nachhaltige Uni Halle – vom Leitbild zur Umsetzung!

30. Juni und 1. Juli jeweils 21:00 Uhr, große Ulrichstraße 12: Schaufenster Ozean (schaufenster-ozean.de)

Sonntag, 02.07., 12 Uhr, Hamburg: G20-Protestwelle (www.g20-protestwelle.de)

Zum Nachhören einfach oben auf der Seite den Reiter "Audio" anwählen.

Grün hinterm Ohr
Umweltmagazin auf Radio Corax
Jeden 3. Dienstag im Monat
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